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Sicherheitskonzepte für (Groß)-Veranstaltungen im Freien

 

Ein gemeinsames Sehen in der Gemeinschaft durch z.B. öffentliche Live-Übertragungen auf LED-Großbildwän- den stellt ein modernes Massenphänomen dar. Bei Großveranstaltungen geraten jedoch nicht nur die Veranstalter, sondern auch Ordnungs- und Genehmi- gungsbehörden sowohl in der Genehmigung als auch während der Durchführung an ihre Grenzen, wie sich dies in den tragischen Ereignissen bei der Loveparade 2010 gezeigt hat.

Die Versammlungsstättenverordnung (MVStättV) regelt sehr konkret die sicherheitstechnsichen Belange für Veranstaltungen in Gebäuden und ist auch anzu- wenden bei Veranstaltungen im Freien mit besucherzu- gänglichen Bereichen, die mehr als 1.000 Besucher aufnehmen können. Für solche Veranstaltungen ist ein Brandschutzkonzept als Bauvorlage zu erstellen und im Genehmigungsverfahren zu prüfen. Sofern jedoch z.B. keine baulichen Anlagen, wie etwa Einzäunungen und dergleichen vorliegen, so liegt kein Anwendungs- bereich der MVStättV vor, sodass ein Brandschutz- oder Räumungs- und Evakuierungskonzept entfällt, da keine bauordnungsrechtlilche Genehmigung erforder- lich wird.

Für Veranstaltung mit mehr als 5.000 Besucherplätzen ergibt sich nun jedoch als Neuerung im baurechtlichen Nachweisverfahren die Notwendigkeit ein Sicherheits- konzept nach den Anforderungskriterien des aktuellen Bauordnungsrechtes zu erstellen. Dieses Sicherheits- konzept ist dabei mit den erforderlichen Inhalten und spezifischen Sicherheitsthemen auszuarbeiten und mit dem Veranstalter und Betreiber sowie dem Sicherheits- dienst und den zu beteiligenden Behörden und Ämtern inhaltlich so abzustimmen, dass ein gemeinschaftliches Einvernehmen gegenüber der Bezirksregierung ausge- sprochen werden kann. Das Sicherheitskonzept ist demzufolge keine Bauvorlage, wie etwa ein Brand- schutzkonzept, welches von einem Sachverständigen zu erstellen und durch die Bauaufsichtsbehörde in Verbindung mit der Brandschutzdienststelle zu prüfen ist, sondern gilt als Gesamtdarstellung der im Vorfeld geplanten Sicherungsmaßnahmen.
Da bei großen Veranstaltungen im Freien unterschied- lichste Stellen insbesondere der polizeilichen und nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr für ihre spezifischen Aufgabenbereiche eigene Konzeptionen auszu- arbeiten haben, sind diese Einzelkonzepte zu koordi- nieren und im Rahmen des integrierten Sicherheits- konzeptes aufeinander abzustimmen.

 

Für den Kernprozess, der Analyse und Bewertung von Risiken, Eintrittswahrscheinlichkeiten und letztlich ver- bleibenden Restrisiken stellt sich eine grundsätzlich strukturierte Vorgehensweise wie folgt dar:
 

  • Festlegung der spezifischen Schutzziele der Veranstaltung
  • Analyse und Auflistung denkbarer Störungen bzw. Lagen
  • Bewertung der Lagen unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und poten- tieller Schadensgröße
  • Ausarbeitung der Maßnahmenkataloge zur Reduzierung / Vermeidung von Eintritts- wahrscheinlichkeiten und / oder der Schadens- größe
  • Darstellung und Analyse des verbleibenden Restrisikos, insbesondere für deren Tragbarkeit durch das gemeinsame Einvernehmen oder durch eine spezifische Genehmigung
     

Für die Meisterschaftsfeier des BVB 09 am 14. und 15. Mai 2011 mit nahezu 1/2 Millionen Teilnehmern wurde seitens des Unterzeichnerbüros integrierte Sicherheits- konzepte erstellt, die Umsetzung kontrolliert und vor Ort in der Durchführung begleitet. Gleichzeitig wurde für die abgesperrten Blöcke mit erhöhter Personendichte das spezifische Brandschutzkonzept als zusätzliche Bauvorlage erstellt...

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